NEWS aus der Plastischen Chirurgie


Faltenbehandlung auch für Männer

Männlich schön mit Filler und Botox

 

Männer holen auf, und zwar in Sachen Schönheit. Was lange als unmännlich verpönt war, steht heute auf der Tagesordnung. Kein Wunder, ist doch statistisch erwiesen, dass ein gepflegtes Äußeres eindeutig Vorteile im Job und Privatleben verschafft. Es ist also nicht erstaunlich, dass die Ästhetische Medizin mit Filler- und Botox-Behandlungen zunehmend auch ein Männerthema ist.

 

Das belegen auch die Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄP). Danach suchten noch nie so viele Männer in Deutschland einen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen auf, wie im letzten Jahr. „Wir beobachten eine deutlich größere gesellschaftliche Akzeptanz für Männer, die sich mit ihrem Äußerem auseinandersetzen“, erklärt Tagungspräsident Dr. Olaf Kauder auf der Jahreskonferenz in Berlin. 

 

Spitzenreiter sind Botox und Filler

 

Angeführt wird die Liste der Behandlungen von minimal-invasiven Treatments mit Botox und Fillern, gefolgt von Augenlidkorrekturen und Fettabsaugungen. Bei den nicht-operativen Behandlungen hat die Faltenbehandlung beim Mann einen hohen Stellenwert, das hat unter anderem mit der ausgeprägten männlichen Gesichtsmuskulatur zu tun, die manche Falten, wie etwa die Zornesfalte auf der Stirn, besonders markant erscheinen lässt. Ein vermeintlich böser und sorgenvoller Gesichtsausdruck verschwindet nach einer Behandlung mit Botulinumtoxin. Die Falte selbst kann man mit einem Hyaluronsäure-Filler glätten.

 

Aber auch Nasolabialfalten sind auf Grund der starken männlichen Mimik ein häufiges Problem. Sie können mit Hyaluronsäure perfekt aufgefüllt werden. Neue Studien beweisen, dass bei regelmäßiger Anwendung immer weniger Material notwendig ist. 

 

Und wie genau läuft eine Behandlung ab? Ganz wichtig ist eine ausführliche Beratung vor der Therapie. Gemeinsam wird besprochen, was der Patient mit der Behandlung erreichen kann und will. „Ich plane für eine Erstbehandlung insgesamt immer eine ganze Stunde“, erklärt Dr. Kim. „Jede weitere Behandlung dauert dann in der Regel 30 Minuten.“ 

 

Ergebnis hält bis zu einem Jahr

 

Das Treatment selbst verläuft sehr unkompliziert: Die zu behandelnde Stelle wird gründlich desinfiziert. Danach wird das Hyaluonsäure-Gel in winzigen Mengen mit einer sehr feinen Nadel injiziert. Das Gel verleiht der Haut Volumen, wodurch Falten angehoben und geglättet werden. Und wann sieht man das Ergebnis? „Fillerbehandlungen sind eine sogenannte ‚you get what you see’ Therapie. Die Ergebnisse sind sofort sichtbar“, betont Dr. Kim. Und wie lange hält das Ergebnis? „Das ist unterschiedlich. Auf jeden Fall mehrere Monate, bei der zweiten Injektion sogar bis zu einem Jahr“, betont die Plastische Chirurgin. Kosten ab: 459 Euro.

 

 

 


"Das erste Mal Botox" ein Erfahrungsbericht

 

Die 32jährige Pressesprecherin Lisa M. wollte wissen: Wie fühlt es sich an, mit Botox behandelt zu werden und vor allem was bringt es?

 

Ich weiß nicht, wie oft ich mit meinen Freundinnen schon über Botox diskutiert habe. Meistens ging es vor allem darum, wann denn der richtige Zeitpunkt für eine erste Botox-Behandlung ist und ob man zu früh damit beginnen kann?

 

Weil meine Zornesfalte mich schon länger stört, ich eigentlich meistens gut gelaunt bin, aber trotzdem grimmig aussehe habe ich beschlossen, die berühmte Substanz am eigenen Leib zu testen.

 

Von der Freundin meiner Mutter wurde mir die Plastische Chirurgin Dr. Caroline Kim empfohlen. Ich vereinbare einen Termin in ihrer Münchner Praxis. Bei unserem ersten Termin passiert außer einem Beratungs- und Aufklärungsgespräch erst einmal gar nichts. Dr. Caroline Kim erklärt mir, wie Botox funktioniert und was es zu beachten gibt: „Mit Botoxbehandlungen kann man den Muskeltonus so beeinflussen, dass der mimische Stress für die Haut vermindert wird. Dadurch glättet sich die Stirn, sieht entspannter und jünger aus.“

 

Und worauf sollte ich nach dem Treatment achten? Die behandelte Region soll für 4 Stunden nicht massiert werden, so lange soll ich auch keinen Sport treiben, denn es dauert etwas 4 Stunden, bis die Substanz sich an den Muskel gebunden hat.

 

Die Behandlung selbst verläuft dann ziemlich unspektakulär. Meine Mimik wird dokumentiert, ich ziehe Grimassen und so kann Dr. Kim erkennen, welcher Muskel welche Falte verursacht. Denn Botox wird gegen mimische Falten eingesetzt – im Gegensatz zu Fillern, die für mehr Volumen sorgen. Aber Filler hätte ich absolut noch nicht nötig, erklärt mir die Plastische Chirurgin.

 

Die Empfehlung von Dr. Kim: Sie möchte drei Muskeln auf der Stirn mit Botox schwächen, so dass sich die Stirn insgesamt glätten kann und die Zornesfalte verschwindet.

 

Die Injektionen empfinde ich nicht als schmerzhaft. Jeder Zahnarztbesuch ist sehr viel unangenehmer. Beim Blick in den Spiegel sehe ich zunächst keine Veränderung. Auch am nächsten Tag noch nicht. Okay, die Ärztin hatte mich darauf vorbereitet, dass sich das Ergebnis erst nach drei vier Tagen einstellt.

 

Und tatsächlich: Am Tag vier nach der Behandlung sieht meine Stirn glatter aus. Meine Augenbrauen kann ich trotzdem noch bewegen, das hatten wir auch vorher so besprochen. Lieber würde Dr. Kim noch einmal etwas nachspritzen, als das Ergebnis künstlich wirken zu lassen. Noch glücklicher bin ich am Tag fünf. Die Zornesfalte ist verschwunden!

 

Beim nächsten Mädels-Abend ernte ich Komplimente und gebe meine Erfahrung weiter. Nach Aussagen von Dr. Kim gibt es keine Altersempfehlung für eine Botox-Behandlung. Sie vergleicht das Gesicht mit einem Blatt Papier. Ist ein Knick drin, wird es schwer ihn wieder zu glätten. Und: wenn eine tiefe Falte erst einmal entstanden ist, benötigt es großen Aufwand sie wieder auszumerzen. Bei manchen Menschen zeigen sich Mimikfalten schon mit Anfang 20 bei anderen tauchen sie erst sehr viel später auf. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass mein erstes Mal Botox nicht mein letztes Mal war.